Projektlernen – quartalsweise organisiert
Projektlernen ist ein zentrales Element des Schulalltags. In jedem Quartal arbeiten die Schüler*innen an Projekten, die fachübergreifend angelegt sind und an reale Fragestellungen anknüpfen.
Die Projekte:
- werden nach Interesse und Fachkombination gewählt,
- verbinden mehrere Fächer miteinander,
- ermöglichen unterschiedliche Zugänge und Niveaus,
- enthalten auch bilinguale Projektangebote.
Ergänzend finden jahrgangsspezifischer Projektunterricht in den Naturwissenschaften statt. In den Fächern Biologie, Chemie und Physik arbeiten die Schüler*innen jedes Schuljahr an einem festen Labortag pro Woche. Dort wird experimentiert, geforscht und praktisch gearbeitet – eng an die jeweiligen Fachcurricula angebunden sowie alters- und niveaugerecht.
Die Ergebnisse der Projektarbeit werden regelmäßig sichtbar gemacht. In Ausstelllungen (z.B. Gallery Walk) präsentieren die Schüler*innen ihre Arbeitsergebnisse, erklären ihre Lernwege und treten miteinander in den Austausch.
So verbindet das Projektlernen fachliche Vertiefung mit forschendem Lernen, eigenständiges Planen, Teamarbeit, Verantwortungsübernahme und Präsentationskompetenz.
Talkrunde – Gesellschaft verstehen und Position beziehen
Die Talkrunde ist ein fester Bestandteil des Schullebens in der IGS. Sie findet wöchentlich statt und greift gesellschaftliche, politische und aktuelle Themen auf, die Jugendliche beschäftigen und herausfordern.
Die Schüler*innen setzen sich mit kontroversen Themen auseinander, die aus dem Zeitgeschehen, aus politischen Debatten oder aus gesellschaftlichen Entwicklungen entstehen. Grundlage sind eigene Recherchen, unter anderem mit Hilfe von Tageszeitungen, Nachrichtensendungen und seriösen Quellen. Inhalte werden eingeordnet, unterschiedliche Perspektiven betrachtet und Argumente vorbereitet.
Die Talkrunde ist dialogisch angelegt und orientiert sich an einer demokratischen Gesprächskultur. Die Jugendlichen lernen:
- politische und gesellschaftliche Sachverhalte zu analysieren,
- ethische Fragestellungen zu reflektieren,
- eigene Standpunkte zu entwickeln und zu begründen,
- andere Meinungen auszuhalten und respektvoll zu diskutieren.
So verbindet die Talkrunde fachliches Lernen aus Politik und den Gesellschaftswissenschaften mit der Entwicklung von Urteilsfähigkeit, Medienkompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Sie schafft einen Raum, in den Jugendliche lernen, sich als mündige Mitglieder*innen einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen und ihre Rolle darin bewusst wahrzunehmen.
Werkstätten und Lernorte im Schulalltag
Werkstätten und Lernorte verbinden fachliches Lernen mit praktischem Handeln und ermöglichen Erfahrungen, die über den klassischen Unterricht hinausgehen. Jugendliche arbeiten hier projetbezogen, verantwortungsbewusst und in realen Zusammenhängen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erleben von Arbeit, Wirtschaften und Verantwortung. In ausgewählten Praxisangeboten entwickeln die Schüler*innen eigene Produkte, organisieren Arbeitsprozesse und erleben einfache wirtschaftliche Zusammenhänge – bis hin zum Verkauf eigener Produkte. So wird Lernen konkret, nachvollziehbar und gesellschaftlich eingebettet.
Der Maker Space bietet Jugendlichen einen offenen Lern- und Arbeitsraum. Hier werden technische, digitale und gestalterische Kompetenzen miteinander verbunden. Die Schüler*innen arbeiten an komplexeren Fragestellungen, entwickeln Prototypen, nutzen 3D-Druck, Plotter, digitale Werkzeuge und unterschiedliche Materialien. Planung, Testen, Überarbeiten und Präsentieren sind fester Bestandteil der Arbeit.
Das darstellende Spiel eröffnet Jugendlichen einen Raum für körperlichen, sprachlichen und emotionalen Ausdruck. Auf einer Bühne entwickeln sie Szenen, arbeiten mit Rollen, Bewegung und Sprache. Präsentation, Selbstvertrauen und gemeinsames Gestalten stehen im Mittelpunkt.
Im Näh-Atelier sammeln die Kinder vielfältige praktische Erfahrungen im Umgang mit Stoffen, Werkzeugen und Maschinen. Sie planen eigene Projekte, fertigen Schnittmuster an, nähen von Hand oder mit der Maschine und erleben den gesamten Entstehungsprozess eines Produktes.
Die Kreativwerkstatt bietet Raum für künstlerisches und gestalterische Arbeiten. Materialien, Techniken und Ausdrucksformen werden projektbezogen genutzt und mit Themen aus Unterricht verbunden.
In der Fahrradwerkstatt übernehmen die Jugendliche konkrete Reparaturaufträge. Sie prüfen, reparieren und warten Fahrräder und erleben ihre Arbeit als Dienstleistung für andere. Technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit stehen dabei im Mittelpunkt.
In der Film- und Medienproduktion setzen sich die Schüler*innen mit digitalen Medien auseinander. Sie planen, drehen und schneiden Filme, arbeiten mit Ton und Bild und reflektieren Medien als Ausdrucks- und Kommunikationsform.
Sprachen im Schulalltag der Sekundarstufe
Mehrsprachigkeit ist ein fester Bestanteil des Schullebens an der MSM und orientiert sich an der Struktur einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Fremdsprachen werden nicht nur isoliert, sondern in authentischen, sinnvollen Zusammenhängen erlebt.
Pro Quartal wird durchgängig im Schuljahr ein bilinguales Projekt angeboten, so dass Englisch auch in fachlichen Zusammenhängen als Fremdsprache genutzt wird.
Die Schüler*innen wählen Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache. Beide Sprachen werden alters- und entwicklungsangemessen unterrichtet und an inhaltliche Zusammenhänge angebunden.
Ab Jahrgang 9 besteht die Möglichkeit, Spanisch als dritte Fremdsprache zu lernen. Spanisch wird praxisnah vermittelt und knüpft an Interessen, kulturellen Themen und lebensnahen Situationen an.
So erleben die Jugendlichen Fremdsprachen nicht nur als Unterrichtsfach, sondern als Zugang zu Kommunikation, Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe.
Berufsorientierung – Schule im Übergang zur Arbeitswelt
Berufsorientierung ist ein fester Bestandteil des Schullebens in der MSM und beginnt frühzeitig. Ziel ist es, Jugendlichen eine Orientierung zu geben, berufliche Realitäten zu erkunden und sie schrittweise auf individuelle Wege nach der Schule vorzubereiten.
Zum Angebot gehören unter anderem:
Jugendliche besuchen Unternehmen und Einrichtungen, um direkte Einblicke in Arbeitswelten zu gewinnen.
Praktische Erfahrungen sind wichtig für die eigene Orientierung. Schüler*innen haben die Möglichkeit, bereits ab Jahrgang 7 erste praktische Erfahrungen zu sammeln und diese Erfahrungen jährlich zu vertiefen. Die Jugendlichen beschäftigen sich systematisch mit ihren Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten und erkunden unterschiedliche Berufsfelder.
Die MSM bietet begleitetes Bewerbungstraining oder Laufbahnberatung an, um Kompetenzen für den Übergang zu stärken. Hier arbeiten Tutor*in gemeinsam mit dem Jugendlichen eng zusammen.
Exkursionen ins BIZ ermöglichen eine strukturierte Orientierung an Berufsbildern, Studiengänge und Ausbildungswegen. Bei internen Berufsbörsen stellen Eltern und externe Partner ihre Berufsfelder vor und geben authentische Einblicke in Tätigkeiten und Erwartungen.
So entsteht ein vielfältiges, praxisbezogenes Bild beruflicher Wege und persönlicher Stärken, das Jugendliche bei ihrer eigenen Entscheidungsfindung unterstützt – sowohl innerhalb von Projekten als auch im realen Lebenskontext.