Schulleben

Einblick in die Lernräume. Eine Lernbegleiterin umringt von einer Gruppe Kinder.

Gemeinschaft erleben – Verantwortung übernehmen

Gemeinschaft ist ein zentraler Lernraum an der Montessori-Schule Marburg. Kinder erleben sich als Teil eines Ganzen und übernehmen Verantwortung für sich selbst, für andere und für das gemeinsame Schulleben.

Assembly in Leitung von Kindern

So kommt die Schulgemeinschaft regelmäßig zum Assembly zusammen. Rotierend organisieren und moderieren die Kinder einer Lerngruppe ein Assembly.

Projekte, Arbeitsergebnisse werden vorgestellt, gemeinsame Anliegen besprochen und besondere Highlights gemeinsam gefeiert. Die Kinder üben, vor anderen zu sprechen, zuzuhören, Rücksicht zu nehmen und Verantwortung für eine gemeinsame Veranstaltung zu tragen.

Schülerzeitung & Newsletter in Verantwortung von Kindern

Die Schülerzeitung wird von den Kindern selbst gestaltet. Sie dokumentiert Erlebnisse, Projekte, Erfolge und besondere Ereignisse aus dem Schulalltag. Planung, Redaktion und Veröffentlichung liegen in der Verantwortung der Schüler*innen.

Der Newsletter informiert regelmäßig im Quartal über Entwicklungen, Projekte und besondere Ereignisse an der MSM und macht das Schulleben für Familien transparenter.

Raus aus der Schule – Ausflüge und Going-Outs

Drei Schüler*innen tragen Laborkittel und forschen gemeinsam.

Lernen an der MSM findet auch außerhalb des Schulgebäudes statt. Außerschulische Lernorte erweitern den Blick, vertiefen Inhalte und machen Lernen lebensnah.

Going-Outs in Kleingruppen

Going-Outs erfolgen in kleinen Gruppen und dienen gezielt der Projektrecherche. Die Schüler*innen planen diese Wege eigenständig oder organisieren mit der Lernbegleitung, bereiten gezielt Fragen vor und werten ihre Eindrücke anschließend aus.

Beispiele:

  • Expertengespräche vor Ort
  • Betriebs- oder Werkstattbesichtigungen
  • Recherchen in Museen, Einrichtungen oder im öffentlichen Raum (z.B. Stadtbibliothek)

So erleben Kinder, wie Wissen außerhalb der Schule zugänglich wird und wie sie Informationen selbstständig gewinnen können.

Ausflüge & Klassenfahrten als Lerngruppe
Darüber hinaus unternimmt die Lerngruppe gemeinsame Ausflüge und jährlich eine Klassenfahrt. Diese dienen dem gemeinsamen Lernen, Erleben und dem Aufbau von Gemeinschaft.

Beispiele:

  • Natur- und Lernräume wie Wald oder Lahn
  • kulturelle Einrichtungen (z.B. Theater)
  • thematische Exkursionen im Rahmen von Projekten oder Epochen

Gemeinsame Ausflüge und Klassenfahrten stärken den Zusammenhalt der Lerngruppe und ermöglichen Lernen in geteilten Erfahrungen.

Werkstätten und Lernorte im Schulalltag

Die Kinder lernen in dieser Entwicklungsphase den Umgang mit verschiedenen Materialien, verantwortliches Wirtschaften und darüber hinaus auch, selbst produzierte Waren zu verkaufen.

Diese Angebote sind feste Bestandteile des Schullebens an der MSM. So entstehen aus Fragen, Interessen und Beobachtungen der Kinder und verbinden Denken, Planen, Gestalten und Reflektieren. Dabei lernen die Schüler*innen, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und Ideen in die Praxis umzusetzen.

Maker Space

Der Maker Space steht den Schüler*innen als Technik-, Medien- und Experimentierraum offen. Hier wird konstruiert, ausprobiert und gestaltet: von der Film- und Medienproduktion über 3D-Druck, Plotter-Arbeit bis hin zur Arbeit mit unterschiedlichen Materialien zur Entwicklung eigener Prototypen.

Die Kinder planen Vorhaben, setzen Ideen praktisch um, testen Lösungen und überarbeiten ihre Ergebnisse. So verbinden sich technisches Verständnis, kreatives Denken, problemlösendes Handeln und Ausdauer in einem offenen Lernprozess.

Drei Hände nähen Stoff mit einer Nähmaschine.

Näh-Atelier

Im Näh-Atelier sammeln die Kinder vielfältige praktische Erfahrungen im Umgang mit Stoffen, Werkzeugen und Maschinen. Sie planen eigene Projekte, fertigen Schnittmuster an, nähen von Hand oder mit der Maschine und erleben den gesamten Entstehungsprozess eines Produktes.

Kreativwerkstatt

Die Kreativwerkstatt bietet Raum für künstlerisches Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien. Malen, Zeichnen, Bauen, Gestalten und projektbezogene Arbeiten aus Kunst- und Themenepochen finden hier ihren Platz. Eigene Ideen werden sichtbar und weiterentwickelt.

Holzwerkstatt

In der Holzwerkstatt arbeiten die Schüler*innen mit Holz und einfachen Werkzeugen. Sie planen Werkstücke, setzen diese um und erfahren handwerkliche Prozesse vom Entwurf bis zum fertigen Produkt.

Fahrradwerkstatt

In der Fahrradwerkstatt lernen die Kinder, Fahrräder zu überprüfen, kleinere Reparaturen vorzunehmen und Verantwortung für Material und Sicherheit zu übernehmen. Technisches Verständnis und praktisches Handeln greifen dabei ineinander.

Darstellendes Spiel auf kleiner Bühne

Das darstellende Spiel bietet den Kindern die Möglichkeit, sich auf einer kleinen Bühne auszuprobieren. Sie entwickeln Szenen, schlüpfen in Rollen, arbeiten mit Sprache, Ausdruck und setzen eigene Ideen szenisch um.

Zum Angebot gehören auch unterschiedliche Theaterformate, z.B. Sketche, Rollenspiele oder Schattentheater. Die Kinder planen Aufführungen, gestalten Requisiten und Bühnenbilder und erleben, wie aus einer Idee eine gemeinsame Darstellung entsteht. Dabei wachsen Selbstvertrauen, Ausdrucksfähigkeit und Freude am gemeinsamen Gestalten.

Acht Schüler*innen mit Heften auf dem Schoß sind auf der Dachterrasse in ein Gespräch vertieft.

Nutzgarten auf der Dachterrasse

Der Nutzgarten auf der Dachterrasse ist ein besonderer Lernort. Hier pflanzen, pflegen und ernten die Schüler*innen selbst. Sie erleben Wachstumsprozesse, übernehmen Verantwortung und setzen sich mit nachhaltigem Handeln auseinander.

Sprachen im Schulalltag

Mehrsprachigkeit ist an der MSM ein selbstverständlicher Teil des Schullebens. Kinder begegnen fremden Sprachen früh, alltagsnah und eingebettet in sinnvolle Zusammenhänge.

Englisch ab der 1. Jahrgangsstufe

Englisch ist von Beginn an Teil des Schulalltages. Die Kinder lernen die Sprache in altersangemessenen Lernsettings, die an ihre Interessen und Erfahrungen anknüpfen.

Das Englischlernen ist handlungsorientiert und in den Alltag eingebettet: durch Lieder, Spiele, kleine Dialoge, Geschichten und projektbezogene Angebote. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Hören, Verstehen und Sprechen, so dass Kinder Sicherheit und Freude im Umgang mit der Sprache entwickeln. Ergänzend finden bilinguale Darbietungen bei einfachen Sachinhalten statt. Dabei werden vertraute Themen aus dem Schulalltag oder aus Projekten punktuell auch auf Englisch eingeführt. So erleben die Kinder Sprache als selbstverständlich und sinnvoll im Zusammenhang mit Inhalten.

Französisch ab der 4. Jahrgangsstufe

Ab der 4. Jahrgangsstufe haben die Kinder die Möglichkeit, zusätzlich der französischen Sprache zu begegnen. Auch hier steht ein handlungsorientierter, alltagsnaher Zugang im Mittelpunkt.

Auch hier erleben die Kinder das Fremdsprachenlernen ohne Leistungsdruck, dafür mit Zeit, Wiederholung und vielfältigen Sprechanlässen. So wächst Sprachsicherheit auf natürliche Weise und Hemmungen werden abgebaut.

Stefanie Ganz

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